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Fichte Bov‘Alva

Am Rand der Bov‘Alva, einem alten Erdschlipf, steht eine Kandelaberfichte mit zwei Nebenstämmen. Der eine Nebenstamm wächst neben dem Hauptstamm gerade aufwärts, der andere holt in einem grossen Bogen aus und hat sich erst viel später aufwärts gerichtet. Noch immer fühlt er sich von der grossen Schwester abgedrängt. Vermutlich wurde der Baum in der Jugend durch einen Felsabbruch zusammengedrückt und zerschlagen. Es könnte sich aber auch um ein ehemaliges „Geissentannli“ handeln, aus dem durch Regeneration diese eigenartige Kreatur entstanden ist.

Der Hauptstamm streckt seine Arme hangabwärts dem Licht entgegen. Das ganze Gewicht des Baumes scheint etwas in Schieflage, und trotzdem ist er im felsigen Boden fest verankert. Aufkommende Jungfichten und eine Lärche versuchen, ihm den Platz streitig zu machen. Die Entstehung von Kandelaberformen wird allgemein auf Gipfelbrüche und anschliessende Aufrichtung von Seitenästen zurückgeführt. Sie könnte ihre Ursache auch in hormoneller Steuerung oder gar in genetischer Veranlagung haben.

Wie ein Geist steht die urwüchsige Gestalt neben ihren kleineren Artgenossen. Sie erlaubt der Fantasie und der persönlichen Interpretation einen weiten Spielraum.

Der Baum – eine schöne Bürstenfichte – ist 28.3 m hoch und hat einen Durchmesser von etwa 95 cm (in Brusthöhe). Er hat schon verschiedenen extremen Witterungseinflüssen wie Sturm, Schneelast, Trockenheit getrotzt. Der Standortstyp ist ein Labkraut-Tannen-Fichtenwald mit Hasel, wobei da und dort in der Unter- und Mittelschicht einzelne Buchen eingesprengt sind.

Die Kandelaberfichte steht neben dem markierten Wanderweg von Zignau über Criesi zur Alp Zavragia.

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